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Probeschießen Kohlberg


Der Schützenverein "Hubertus" Kohlberg hat nach dem Runden Tisch seinen Antrag auf Großkaliberschießen zurückgezogen.

Herzlichen Dank für diese anwohnerfreundliche Entscheidung!

Natur und Umwelt unterm Jusi e.V.




Nachfolgend wird die mündlich vorgetragene Stellungnahmedes Vereins für Natur und Umwelt unterm Jusi vom "Runden Tisch" am Donnerstag, 27.06.13 veröffentlicht
 (im Wortlaut evtl. minimal verändert vorgetragen):

 


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Verein Natur und Umwelt unterm Jusi e.V. muss aufgrund der Erkenntnisse und insbesondere der Rückmeldungen seiner Mitglieder und sonstiger Anwohner zum 3-monatigen Probebetrieb, das Großkaliberschießen in Kohlberg ablehnen. Eine überwiegende Mehrzahl der betroffenen Anwohner ist durch den Probebetrieb zu dem Ergebnis gekommen, dass das Großkaliberschießen auch nicht kompromissfähig ist und wir bitten deshalb den Schützenverein und die Gemeinderäte im Sinne des Gemeinwohls vom Großkaliberschießen in Kohlberg ebenfalls Abstand zu nehmen.

Alle unsere Mitglieder wurden nach dem Probebetrieb angehört, weshalb eine frühere Stellungnahme auch nicht möglich war, ca. 170 Unterschriften von Personen über 16 Jahren liegen bei.

Die wichtigsten Gründe hierfür sind:

  • Bewahrung der Würde und Ruhe des Waldfriedhofs für ein ungestörtes Trauern und Totengedenken.

  • Nicht zumutbare Einschränkungen der alltäglichen Lebensabläufe der Kohlberger Mitbürger zumindest an den nördlichen Bebauungsgrenzen „Im Grund“ , „Erscheck“ und „alten Ortsteil“ Kohlbergs. Beispiele hierfür:

a) Spaziergänge mit Kindern auf der „Hausstrecke Wohngebiet Grund – Friedhof – Kleintierzüchter“ (aufgrund der topografischen Situation gibt es nur diesen einen Weg außerhalb des Ortes für Kinder aus dem „Grund“ sich mit dem Dreirad oder Kinderfahrrad zu bewegen)

b) Gassi-Gehen mit Hunden (mehrere negative Beispiele sind bekannt – insbesondere das einer Familie aus dem Grund, wo der Hund nach Ende Mai nur noch morgens zum Gassi-gehen bewegt werden konnte, abends aus Angst nur noch unter Zwang das Haus verließ)

c) teilweise sogar kein konzentriertes Arbeiten im Arbeitszimmer in den Wohnhäusern am Ortsrand mehr möglich (Bsp. Familie „xx“)

d) ungestörtes Verweilen im Außenbereich der Wohngrundstücke sowie je nach Windrichtung sogar kein ungestörter Aufenthalt in den Wohngebäuden bei geschlossenen Fenstern am Ortsrand (mehrere Beispiele bekannt).

Diese Einschränkungen des Lebensalltags vieler Kohlberger Einwohner stehen in keinerlei Verhältnis zu der auf der anderen Seite stehenden Ausübung eines Hobbys einzelner Personen. Dieses Einzelinteresse kollidiert offensichtlich massiv mit dem Gemeinwohl:

  • Bsp: Die Tatsache, dass im Laufe des Probebetriebs viele direkt betroffenen Anwohner immer „dünnhäutiger“ und deren Beeinträchtigungen dadurch immer schlimmer wurden. Gegipfelt hat das nur beispielhaft an den Tagen 27.04. und 31.05., an nicht öffentlich angekündigten Trainings.

    Der Gemeindefriede soll schnellstmöglich wieder hergestellt werden. Bei Genehmigung des GK-Schießens wird der Friede nachhaltig gestört. Es wird immer wieder zu Beschwerden und Klagen bei der Gemeinde oder sogar bei Gerichten kommen. Die Gemeinde wird somit immer weiter entzweit werden.

Die Einwohner des Wohngebiets „im Grund“ und der nördlichen Ortsrandlage und Spaziergänger und Friedhofsbesucher würden ständig und dauerhaft mit dem Großkaliberschießen konfrontiert werden und können somit voraussichtlich gar nicht anders als sich auf Dauer mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der Verein Natur und Umwelt unterm Jusi e.V. hat überhaupt nichts gegen den Schützenverein und dessen Mitglieder. Wir erheben lediglich den Anspruch auf die Aufrechterhaltung der Lebensqualität ohne die teilweise unverhältnismäßig hohen Einbußen aufgrund einer laut Aktenlage beim LRA Esslingen bereits seit 2006 geplanten Disziplin des Schützenvereins, die den Rückmeldungen aus dem Probebetrieb zufolge mit dem Gemeinwohl und dem Gemeindefrieden nicht in Einklang zu bringen ist und im Hinblick auf das Gemeinwohl auch nicht kompromissfähig ist.

Hinzugefügt wurde auf Nachfrage, dass aus Sicht der Anwohner und den Mitgliedern von Natur und Umwelt dem Großkaliberschießen nichts im Wege stehen würde, wenn durch bauliche Veränderungen der Schießanlage das bisherige als völlig unproblematisch anzusehende geringe Geräuschniveau des Kleinkaliberschießens nicht überschritten würde. 


 

Information für alle Interessierten: Am 25.05.13 findet ein Grosskaliber - Probewettkampf statt. Ab 14.00 Uhr werden voraussichlich einzelne Großkaliberschüsse abgegeben. Ab 14.30 Uhr finden Teile eines Großkaliber-Pistolenwettkampfes statt und der gesamte Probebetrieb dauert bis ca. 16.00 Uhr. Der genaue (zeitliche) Ablauf bzw. die Reihenfolge der Disziplinen wird noch seitens der Gemeinde im Jusi-Blättle angekündigt.
Dies ist die letzte angekündigte Möglichkeit während des Probebetriebs, sich ein Bild über die möglichen Auswirkungen des Großkaliberschießens in Kohlberg auf die Bevölkerung (insbesondere in den heimischen Gärten, auf der Terrasse, auf den Wegen zum Friedhof, auf dem Friedhof selbst oder auch auf dem Jusi bzw. den Wanderwegen dorthin) machen zu können.




Am Samstag, 27.04.13, waren die Geschossknalle so laut und wuchtig, dass der Schießlärm je nach Wohnlage bei geschlossenen Fenstern bis in die Wohnhäuser vordrang. Die Anzahl der Schüsse entsprach zwar keinesfalls einer vollen Auslastung der Schießanlage, trotzdem sind aufgrund der Lautstärke und Wucht der einzelnen Schüsse einige Kohlberger Anwohner bei Nieselregen auf die Straße gegangen, um sich über die Ursache des Lärms zu erkundigen. Schnell wurde klar, dass es (Zitat) "kein Nachbar war, der einen Probelauf des defekten Traktormotors mit Fehlzündungen machte", sondern die künftig evtl. mögliche Dauerbelastung durch den Schießbetrieb.



NEU seit 28.04.13:

Unter dem Menüpunkt "Bürgerbriefe GK-Schießen" haben wir einige Bürgerbriefe an die Gemeinde Kohlberg 
inhaltsidentisch veröffentlicht.


Nachfolgenden Brief haben unsere Vorstände als Zwischenbenachrichtigung in Sachen Großkaliber-
Probebetrieb an die Verantwortlichen der Gemeinde Kohlberg geschrieben:


Sehr geehrter Herr Roller,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

in der vergangenen Woche haben Sie eine ganze Reihe von Schreiben und E-Mails aus der Bevölkerung als Reaktion auf den Schießbetrieb am 13. April 2013 erhalten. Einige davon liegen auch uns vor, andere sicher nicht.

Derzeit sammeln wir noch die Eindrücke und Meinungen zu dem seit dem 1. März 2013 laufenden Probebetrieb, sodass wir noch keine inhaltliche Stellungnahme abgeben können. Vor einer Stellungnahme werden wir auch innerhalb der Mitgliederschaft eine Meinungsbildung herbeiführen.

Aus dem bisherigen Probebetrieb kann aber heute schon gefolgert werden, dass dieser bei weitem keinem Volllastbetrieb entspricht. Auch der Umfang des Schießbetriebs am 13. April 2013 mit langen Schießpausen von fünf bis sogar fünfzehn Minuten zwischen einzelnen Schüssen verhinderte einen Eindruck von echten Realbedingungen einer sich in vollem Betrieb befindenden Schießanlage. Und dennoch waren die Schüsse in der Nachbarschaft unüberhörbar und auf dem Friedhof zumindest bis ca. 14.50 Uhr auch laut zu hören. Gelegentliche Einzelschüsse reichen aber bei weitem nicht aus, die eigentlich spätere Lärmbelästigung durch Wettbewerbe, Pokalschießen und fremde Schützen realistisch widerzuspiegeln. Probeschießen ist nur dann realistisch, wenn es unter Volllast stattfindet, also Waffen mit höchster Energie und Überschallmunition auf allen fünf Bahnen gleichzeitig eingesetzt werden!

Auch der lange Winter und der Südwestwind am 13. April 2013 haben dazu geführt, dass es bis heute nach fast 2/3 der Probezeit der Bevölkerung nicht möglich gewesen ist, einen echten Realeindruck zu gewinnen. Bei Regen und Temperaturen unter 10° C waren die Bewohner nicht im Freien. Dies wird sich im weiteren Frühling hoffentlich ändern. Im Sommer wären die Bedingungen hierfür natürlich besser und konstanter gewesen.

Wir sind deshalb der Meinung, dass ein weiterer Samstagstermin außerhalb der Ferien bestimmt und möglichst frühzeitig der Bevölkerung mitgeteilt werden muss, damit die Chancen verbessert werden, dass sich die Menschen ein Bild von dem auf sie zukommenden Schießbetrieb machen können, gerade auch an Tagen, an denen man sich im Freien aufhält.

Dabei sollte es im Interesse aller Beteiligten sein, dass das Schießen auch tatsächlichen realen Volllastbedingungen entspricht und der Schützenverein im Vorhinein mitteilt, mit welchen Waffen in welchem Umfang wann geschossen wird. Geheimnistuerei führt dagegen zu weiterem Misstrauen.

Der bislang vom Schützenverein als Ausweichtermin genannte 25. Mai 2013 ist allerdings nicht geeignet, weil er in den Pfingstferien liegt und erfahrungsgemäß sehr viele Familien mit schulpflichtigen Kindern im Urlaub sein werden.

Unser Verein möchte sich auch weiterhin gemeinsam mit Ihnen um eine Lösung bemühen und offene und ehrliche Gespräche führen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Natur und Umwelt unterm Jusi e.V.

Dieter Ertel Markus Steinhübl Dieter Maisch

 



Schnellstmöglich werden wir hier Neuigkeiten und Eindrücke vom Probewettkampf veröffentlichen. Wir bitten noch um etwas Geduld...



Leider wird beim Probewettkampf (s.u.) am 13.04.13 voraussichtlich starker Südwest - Wind vorherrschen (Stand, 12.04.13, 21.00 Uhr), so dass man lediglich auf dem Friedhof einen Eindruck von den Auswirkungen des Großkaliberschießens, (die 
auf die Einwohnerschaft 
bei Windstille oder bei schwachem Wind zukommen könnten) erhalten wird. Aber warten wir einfach einmal ab, wie stark der Wind sein wird.



Bitte den kommenden Samstag, 13.04.13, vormerken. An diesem Tag findet ein Grosskaliber-Schießwettbewerb statt, so dass man sich an diesem Tag (entsprechende Wetterlage vorausgesetzt) erstmals einen groben Eindruck über ein Volllast - GK-Schießen machen kann



Rückblick:

Beim Probebetrieb mit unseren Gastschützen am Samstag, 16.03.13, trug der teils ganz ordentlich auffrischende Süd-Ost-Wind den Schall von den Kohlberger Wohngebäuden weg, so dass in Kohlbergs Straßen und Häusern erfreulicherweise kaum Beeinträchtigungen feststellbar waren. Auf dem Friedhof jedoch äußerten mehrere Einwohner (einzelne Kohlberger Senioren, an denen das Thema GK-Schießen bislang wohl mehr oder weniger vorbei gegangen war) ihren Unmut unmissverständlich, da die Großkaliber- bzw. Vorderladerschüsse dort lautstark zu hören waren. Der Probebetrieb am 23.03.13 bestätigte die Feststellungen des 16.03.13 (Beeinträchtigungen auf dem Friedhof).



Nachfolgend sind einige Informationen zum Großkaliber-Probeschießen in Kohlberg vom 01.03.13 bis zum 31.05.13 dargestellt:

Die Schießzeiten sind wie folgt beantragt:
Waffen bis Mündungsenergie von 7000 Joule (GK):
Dienstag und Freitag 18.00 - 20.00 Uhr
Samstag 14.00 - 18.00 Uhr

Sonn- und Feiertag 10.00 - 12.00 Uhr  

Vorderladerwaffen
Samstag 14.00 - 16.00 Uhr
  • Aufgrund der Initative unseres Vereins fand am Donnerstag, den 8.3.2013, ein Gespräch auf dem Rathaus zwischen Vertretern des Schützenvereins, des Vereins für Natur und Umwelt, dem Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderates statt. In dem Gespräch wurden die weiteren Modalitäten zum Probebetrieb festgelegt.
  • Eine Information mit 1-2 tägigem Vorlauf, wann während der Trainingszeiten auch wirklich geschossen wird, lehnt der Schützenverein weiterhin ab, da sonst ein spezielles Hinhören der Bevölkerung befürchtet wird. 
  • Im Schützenverein schießen derzeit 12 Mitglieder Großkaliber während der obigen Schießzeiten. Dadurch wird eine Auslastung von ca. 20-30 % erreicht. An Sonn- und Feiertagen wird der Schützenverein nicht mit großkalibrigen Waffen schießen, insoweit entfällt auch hier der mögliche Probebetrieb.
  • Um möglichst realistische Bedingungen für eine Maximalbelastung zu erhalten, wurde die Durchführung eines Schießwettbewerbs am Samstag, den 13.04.2013 festgelegt. Zunächst soll ca. 2 Std. Pistole geschossen werden. Im Anschluss daran mit Gewehr und einige Schüsse mit Vorderladerwaffen. Sollte noch ein weiterer Wettbewerb nötig sein, kann dieser am 25.05.2013 durchgeführt werden. Damit besteht für Jedermann die Möglichkeit die Auswirkungen des Schießbetriebes selbst zu beurteilen.
  • Der Schützenverein wird zudem den Probebetrieb in einem Schießbuch dokumentieren (Datum, Bezeichnung der eingesetzten Waffen und genaue Daten zur Munition, Dokumentation der benutzten Schießbahn und der Lauflänge der Waffen).
  • Weiterhin wurde vom Schützenverein noch die Möglichkeit für ein Gastschießen eingeräumt. Die möglichen Samstagtermine am 16.03.13 oder 23.03.13 werden derzeit mit den Gastschützen vereinbart
  • Wichtig ist die Feststellung, dass der Schützenverein keine Untervermietung bzw. Schießen gewerblicher Art vor hat. Eine Nutzung durch Jagdschulen ist ebenfalls nicht vorgesehen.